Unsere Industrie braucht Zukunft

Ausbau von Kinderbetreuung erhöht das Einkommen von Müttern deutlich

Öffentliche Kinderbetreuung hilft, Nachteile für erwerbstätige Mütter zu reduzieren

Der Ausbau der Betreuung für unter Dreijährige hat seit Mitte der 2000er Jahre das Arbeitseinkommen von Müttern deutlich erhöht. Eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt, dass dadurch mehr Mütter erwerbstätig sind, häufiger in Vollzeit arbeiten und langfristig weniger in geringfügiger Beschäftigung tätig sind.

Seit 2007 gehen rund 56 Prozent des Rückgangs der Erwerbseinbußen von Müttern auf den Ausbau zurück. „Die frühkindliche Betreuung beeinflusst auch die weitere Karriereentwicklung von Müttern dauerhaft“, stellt IAB-Forscherin Lisa-Marie Duletzki dar. Wegen weiterhin fehlender Betreuungsplätze sieht das IAB zusätzliches Potenzial.

zur Studie

Stabilität und Veränderungen in Erwerbsverläufen: Nur ein Arbeitgeber war schon immer die Ausnahme

Der IAB-Kurzbericht 14/2026 beschäftigt sich mit dem Thema "Nur ein Arbeitgeber war schon immer die Ausnahme" von Dana Müller und Philipp vom Berge.

Sind Erwerbsbiografien im Zeitverlauf instabiler geworden? Und wenn ja, in welchem Ausmaß? Antworten auf diese Fragen gibt eine Analyse von Beschäftigungsdauern und Arbeitgeberwechseln für verschiedene Erwerbsphasen sozialversicherungspflichtiger Beschäftigter. Dabei werden Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland sowie zwischen Frauen und Männern in den Blick genommen.

Abstract, Grafiken und einen kostenlosen Volltext-Download finden Sie unter:

IAB-Kurzbericht

 

Warum die meisten Bundesländer aus der Berufseinstiegsbegleitung ausgestiegen sind

Die Berufseinstiegsbegleitung soll die Arbeitsmarktperspektiven förderungsbedürftiger Jugendlicher verbessern. Das Programm setzt jedoch eine Kofinanzierung durch die Bundesländer voraus, zu der mittlerweile nur noch fünf Länder bereit sind. Neben Kritik an der Wirksamkeit des Programms dürfte auch die Haushaltssituation der Länder eine Rolle spielen. (Bericht von Michaela Dreier und Pascal Heß)

Im Rahmen der Berufseinstiegsbegleitung (BerEB) werden förderungsbedürftige junge Menschen von Coaches auf ihrem Weg von der Schule in eine Berufsausbildung individuell begleitet und unterstützt – teils über mehrere Jahre hinweg.

Beitrag aus der Serie "IAB-Forum"

IAB: Nur eine Minderheit der Personen ohne Berufsabschluss kennt Weiterbildungsprämie und Weiterbildungsgeld

Aktuelle Befragungsdaten zeigen, dass viele Menschen ohne Berufsabschluss nur unzureichend über Fördermöglichkeiten zur Nachqualifizierung informiert sind. Besonders gering ist der Bekanntheitsgrad der Weiterbildungsprämie sowie des seit Juli 2023 eingeführten Weiterbildungsgeldes. Dabei zählen Personen ohne Berufsabschluss zu den zentralen Zielgruppen dieser Instrumente. Gleichzeitig äußert ein großer Teil der Befragten ein grundsätzliches Interesse an einer Umschulung. Ausschlaggebend sind dabei vor allem bessere Arbeitsmarktchancen sowie die Aussicht auf ein passendes und anerkanntes Berufsziel. Empirische Studien belegen zudem, dass Umschulungen die Erwerbschancen von Arbeitslosen im Durchschnitt deutlich verbessern. 

Beitrag aus der Serie "Berufliche Weiterbildung" von Elisabeth Artmann, IAB-Forum

Deutsche Erwerbsbevölkerung sinkt in den kommenden 40 Jahren um 23 Prozent

OECD empfiehlt längere Lebensarbeitszeit zur Sicherung der Renten

Die OECD warnt in ihrem Bericht „Pensions at a Glance 2025“ vor einer zunehmenden Herausforderung bei der Rentenfinanzierung in Deutschland. Aufgrund des schrumpfenden Erwerbspersonenpotentials wird eine längere Lebensarbeitszeit als wesentliche Maßnahme zur Stabilisierung der Renten gesehen.

Die deutsche Nettoersatzquote wird voraussichtlich nur 53,3 Prozent betragen, was unter dem OECD-Durchschnitt von 63,2 Prozent liegt. Angesichts der bereits hohen Steuer- und Abgabenquote in Deutschland betont die OECD, dass eine Anhebung des Rentenalters entscheidend sein könnte, um die Renten auch künftig zu sichern.

ISNM - 10 Fakten zum Rentenpaket 2025

Studie: Staat bringt geplante Investitionen nicht auf die Straße

Fifo: Fachkräftemangel und Bürokratie hemmen den geplanten Aufschwung

Eine aktuelle Studie des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts Köln (Fifo) unter dem Titel "Viel Geld erfolgreich ausgeben" lässt Zweifel am Plan des Bundes, die Infrastruktur mit Investitionen von über 100 Milliarden Euro zu sanieren. "Der schwierige Teil kommt jetzt, wenn es darum geht, die vielen PS auf die Straße zu bringen", sagt Studienautor Michael Thöne dem Handelsblatt. Tatsichlich sei es dem Bund bisher nicht gelungen, mehr als 60 Milliarden Euro an Investitionen pro Jahr umzusetzen. Grund dafür sind der Fachkräftemangel im öffentlichen Sektor, zu viele Hemmnisse bei öffentlichen Genehmigungen und Hemmnisse durch einen eng verflochtenen "Mehr-Ebenen-Staat". Um den Aufschwung zu erreichen, müssten Dutzende Regeln vereinfacht werden, die Kommunen finanziell wieder solide ausgestattet werden und Genehmigungen beschleunigt. Dazu müssten zahlreiche Fachkräfte eingestellt werden.

Viele Senioren bleiben auch nach 66 im Job

DIW: Sieben Prozent arbeiten über die Renten-Grenze hinaus und stützen den Arbeitsmarkt

Nach Erreichen der Regelaltersgrenze sind in Deutschland weiterhin sieben Prozent der Menschen ab 66 Jahren erwerbstätig. Das zeigt eine DIW-Studie auf Basis des Mikrozensus 2022.

Die Gruppe arbeitet im Schnitt 19 Wochenstunden und leistet damit einen Beitrag zur Arbeitsfähigkeit der Wirtschaft. Häufig sind ältere Menschen in Berufen tätig, die unter Fachkräftemangel leiden. 23 Prozent der Erwerbstätigen über 66 Jahren arbeiten in sogenannten Engpassberufen – ein ähnlicher Anteil wie bei jüngeren Arbeitnehmern. Die Entscheidung, im Alter weiterzuarbeiten, wird maßgeblich von der individuellen Verfassung beeinflusst: Je besser die gesundheitliche Verfassung und je höher das Ausbildungsniveau, desto höher ist die Erwerbsbeteiligung. Bei guter Gesundheit arbeitet noch rund jeder Fünfte der 66- bis 69-Jährigen. 

Zuwanderer schließen im MINT-Bereich Fachkräftelücken

Ohne Zuwanderung wäre die Fachkräftelücke im MINT-Bereich noch deutlich größer als aktuell. Das zeigt eine Sonderauswertung im aktuellen MINT-Report. Demnach stehen rund 153.000 internationale MINT-Absolventinnen und Absolventen, die in Deutschland studiert haben, für eine Wertschöpfung in Höhe von 14,6 Milliarden Euro. Sie stärken Innovation und Gründungen. Und verringern den Fachkräftemangel, der trotzdem immens ist: Trotz der konjunkturellen Abkühlung fehlen in Deutschland 148.888 Fachkräfte in den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern. 

Zum MINT-Report

EuGH beendet Mindestlohn-Debatte

Ein einem Urteil hat der EuGH die 60-Prozent-Regel sowie weitere zentrale Vorgaben in der europäischen Mindestlohnrichtlinie gekippt. Damit ist eine Anpassung des deutschen Mindestlohn-Gesetzes vom Tisch. Das Gericht verneint zu Recht eine direkte europäische Kompetenz für die Festlegung einheitlicher Lohnuntergrenzen. Das sind gute Nachrichten für Deutschland, denn für das Mindestlohngesetz ergeben sich so keine neuen Anpassungspflichten.

Verbände begrüßen das Urteil

Arbeitgeber fordern ein Miteinander der Regierung statt Konfrontation

Deutliche Kritik an Aussagen der Bundesarbeitsministerin

Dass die Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas beim Juso Kongress zum Kampf gegen die Arbeitgeber aufruft, lässt Zweifel daran aufkommen, ob die aktuelle Bundesregierung tatsächlich den Ernst der Lage der Unternehmen erkannt hat. „Die jüngsten Äußerungen aus der Bundesregierung lassen Zweifel daran aufkommen, ob der Wert und die Unabhängigkeit der Sozialpartnerschaft allen Beteiligten bewusst sind", sagt Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger. Ein Aufruf zum Kampf gegen Arbeitgeber sei in der Geschichte der Bundesrepublik beispiellos und mit dem Grundverständnis einer gleichberechtigten Sozialpartnerschaft nicht vereinbar. "Die Behauptung, Arbeitgeber denken nur an sich, ist schlicht falsch. Und der Zuruf an die Arbeitgeber, die Rentenreform belaste Arbeitgeber nicht, weil sie aus Steuermitteln finanziert werde, ist ein offenkundiger ökonomischer Irrtum."

Die MINT-Lücke gefährdet die Transformation

In Deutschland fehlen immer mehr MINT-Fachkräfte. Im September gab es 418.200 offene Stellen in MINT-Berufen. Demgegenüber standen 226.300 arbeitslos gemeldete Menschen, die nach einem entsprechenden Job suchen.

 

Warum Deutschland mehr Technik-Begeisterung braucht

Tarifgehalt Symbolfoto

Tarifzwang ist der falsche Weg

Auch nach dem Bruch der Ampel-Koalition hält die Regierung am Tariftreuegesetz fest. Das Gesetz verpflichtet Unternehmen, vorgegebene Tarifbedingungen einzuhalten, wenn sie sich für öffentliche Aufträge bewerben.

 

Zum Regierungsentwurf des Tarifzwang-Gesetzes

Baby-Boomer-Lawine

Auf die Vielzahl der Baby-Boomer, die jetzt in den Ruhestand eintreten, ist die Regierung nicht vorbereitet. Deshalb muss die Regierung jetzt dringend die Dynamisierung der Altersgrenze angehen.

 

Warum wir länger arbeiten müssen

IWD - volkswirtschaftliche Entwicklungen in Kürze

In der Volkswirtschaft geht nichts einfach. Viele Entwicklungen bedingen sich gegenseitig, so dass geänderte Rahmenbedingungen häufig mit Nebenwirkungen einhergehen. Wer sich für volkswirtschaftliche Entwicklungen interessiert, findet mit dem IWD-Newsletter eine interessante Sammlung aktueller Entwicklungen - übersichtlich und schnell erklärt.

Unsere Dachverbände und Partner-Initiativen

Als starker Verband wirken wir nicht nur vor Ort im Saarland, sondern engagieren uns gemeinsam mit unseren Dachverbänden und Partnern auch für Ordnungspolitik und eine ausgewogene Soziale Marktwirtschaft im Bund. Damit der Wirtschaftsstandort Deutschland auch künftig konkurrenzfähig bleibt.