Presse

 
Dienstag. 24. Oktober 2017

„Mehr Geld für weniger Arbeit geht gar nicht!“

ME Saar lehnt Forderungsbeschluss der IG Metall Mitte ab

Saarbrücken. „Der heutige Beschluss der Tarifkommission der IG Metall Mitte liegt jenseits von Gut und Böse. Ein Lohnplus von 6 % und ein Teilzeitanspruch mit partiellem Entgeltausgleich und Rückkehrrecht zur Vollzeit bedeutet mehr Geld für weniger Arbeit. Das geht gar nicht. Diese Forderungen weisen wir insgesamt zurück.“, sagte Joachim Malter, Hauptgeschäftsführer von ME Saar.

Die Metall- und Elektrounternehmen müssten gewaltige Herausforderungen wie die digitale Transformation oder die Umstellung auf neue Antriebe wie Elektromobilität stemmen. Dies erfordere erhebliche Investitionen. „Die Forderung der IG Metall könnte der Auslöser für eine historische Weichenstellung sein: Entweder wir vertrauen auf unsere zukünftige Wettbewerbsfähigkeit und investieren hier, oder dieses Vertrauen wird zerstört und die Investitionen werden in ausländische Standorte fließen. Unser Ratschlag lautet deshalb: „Zukunft, statt zu teuer!““, so Malter.

Die Vorstellungen der IG Metall zur Arbeitszeit sind indiskutabel und werden den Fachkräftemangel noch weiter verschärfen. Es ist den Firmen in dieser Situation nicht zuzumuten, individuelle Ansprüche auf Arbeitszeitverkürzungen hinzunehmen, wenn diese durch einen partiellen Entgeltausgleich noch zusätzlich attraktiv gemacht werden. Dies geht zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit und gefährdet unseren Standort. Dabei mögen die Anlässe – wie z. B. Kindererziehung oder häusliche Pflege – im Einzelfall durchaus berechtigt sein. Aber in diesen Fällen werden in den Unternehmen vor Ort schon immer passende betriebliche Lösungen einvernehmlich zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern gefunden.

Rückfragen bitte an
Martin Schlechter
Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes e. V. (ME Saar)
T  0681  9 54 34-45
Mail  schlechtermesaar.de