Presse

 
Donnerstag. 14. September 2017

Forderung der IG Metall jenseits von Gut und Böse

ME Saar zur Forderungsempfehlung der IG Metall Mitte Saarbrücken.

Der Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar) hat die Forderungsempfehlung der Tarifkommission der IG Metall Mitte als völlig überzogen und widersprüchlich kritisiert.

"Die Höhe der Lohnforderung ist jenseits von Gut und Böse und verkennt die Herausforderungen, vor denen gerade die Betriebe der saarländischen Metall- und Elektroindustrie stehen“, kommentierte Joachim Malter, ME Saar- Hauptgeschäftsführer den Forderungsvorschlag. Die Forderungsempfehlung bedeute eine erhebliche zusätzliche Belastung für die Unternehmen und gefährde letztlich die Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts Saarland massiv. „Unsere Mitgliedsunternehmen müssen enorme Herausforderungen bewältigen, die mit großen Investitionen verbunden sind: zum einen steht die Automobilindustrie vor großen Veränderungen im Bereich der Antriebstechnik und zum anderen bringt die Digitalisierung einen bedeutenden Wandel in der Fertigung mit sich. Beides wird im Saarland besonders stark durchschlagen. Bei dieser Forderungshöhe bleiben die Zukunftsinvestitionen auf der Strecke. Das gefährdet Arbeitsplätze“, so Malter.

ME Saar wirft der IG Metall widersprüchliches Taktieren vor. „Einerseits überlegen wir am Runden Tisch gemeinsam mit den Gewerkschaften und der Landesregierung, wie wir die dringend benötigten Fachkräfte gewinnen können. Andererseits will uns die IG Metall mit dem Einstieg in die 28- Stunden Woche genau diese Fachkräfte entziehen. Das ist keine Zukunftssicherung.“

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Martin Schlechter
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